Am 21. April 2021 ist der Weideauftrieb auf die "Ilbenstädter Niederwiesen" erfolgt.

Nach der jährlichen Blutprobe, die von Amtswegen vor dem Weidegang verlangt wird, wurden unsere Mutterkühe bei herrlichem Frühlingswetter am 21. April 2021 nach Ilbenstadt gebracht. Sie wurden vom neuem Blonde-Aquitaine Deckbullen LENO begleitet.  

Mit 3 Fahrten sind alle Tiere von Nieder-Wöllstadt nach Ilbenstadt gelangt.  Auf der letzten Ladung waren die Kälbchen, die von Ihren Müttern sehnlichst erwartet wurden. Jetzt genießen Sie die große Weidefläche, das frische Grün und die fast grenzenlose Freiheit. Die Kleinsten haben auch schnell verstanden, dass der Weidezaun nicht übertreten werden darf.  

 

Schauen Sie sich die Fotos oder Videos vom Weideauftrieb an oder Sie machen eine Fahrradtour zu unserer Herde. Vom R4 Radweg überqueren Sie die Niddabrücke in Nieder-Wöllstadt Richtung Burg-Gräfenrode. In 100 mtr. auf der linken Seite gibt es eine Aussichtsplattform. Hier können Sie sich mit Mitgebrachtem verpflegen, der Herde zusehen, die Natur genießen und sich eine Auszeit vom Alltag nehmen. HERRLICH.

 

 

Wieder auf der Weide - Bericht von Udo Dickenberger,

Wetterauer Zeitung - Februar 2021

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Niddatal/Wöllstadt (udo).

Die Hochlandrinder der Familie Werner sind auf das Renaturierungsgebiet Niederwiesen unterhalb von Ilbenstadt zurückgekehrt und nun wieder ein hübscher Anblick für die Wanderer und die Benutzer des Nidda-Radwegs. In den letzten Winterwochen waren die Tiere im Stall des Betriebs am Rande Nieder-Wöllstadts untergebracht.

Im Dezember wurden sie im eigens für sie gebauten Viehtransporter, in den jeweils zehn Tiere passen, in den Hof in Nieder-Wöllstadt gebracht, wo sie seit 2006 ihr Winterquartier finden. Die Hochlandrinder bringen jeden Winter im Stall zu, nicht nur dann, wenn es so kalt ist wie in den vergangenen Wochen.

Peter Werner hielt Ende der 80er Jahre zunächst in Lißberg Rinder, dann in Wickstadt und seit der Nidda-Renaturierung auf den Ilbenstädter Niederwiesen. Derzeit umfasst die Herde 100 Tiere, darunter 30 Kühe. Der Mechatroniker und Landwirt Frederick Werner und seine Frau Sophie Werner betreuen die Tiere.

Alle zwei Jahre wird ein Deckbulle geholt, um ganz natürlich für Nachwuchs zu sorgen. Die Bullen werden im Schnitt zwei Jahre alt, die Kühe zweieinhalb Jahre. Zum Schlachten geht es nach Wölfersheim zum EU-Schlachtbetrieb von Markus Hofmann. Vertrieben wird das Fleisch online sowie in Metzgereien und Hofläden in der Umgebung.

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Auf den Niederwiesen zwischen Ilbenstadt, Burg-Gräfenrode und Ilbenstadt wird ein extensives Weidekonzept betrieben. 70 Hektar stehen zur Verfügung. Das Renaturierungsgebiet wurde als Ausgleichfläche für Baumaßnahmen auf dem Flughafen Frankfurt angelegt. Auf dem Hof in Nieder-Wöllstadt leben außer den fünf Inhabern und den 100 Rindern noch 30 Hühner, die von zwei Ziegenböcken bewacht werden. So kann Familie Werner scherzen: »Wir haben 132 Mitarbeiter, es werden immer mehr.«

Bilder: Udo Dickenberger